Willkommen bei Creative Entrepreneurship Rheinland-Pfalz

Wie sähe diese Webseite ohne die Kultur- und Kreativwirtschaft aus? Nun, eine Webseite gäbe es wahrscheinlich gar nicht, da niemand ein Konzept dafür entwickeln und sie programmieren könnte. Das Projekt und die Kooperationspartner*innen hätten kein vorzeigbares Logo und die Teamfotos wären ein paar verwackelte Smartphone-Bilder von uns mit schmucklosem, eintönigem Outfit.

Wahrscheinlich hätten wir aber gar keine Lust auf solch ein Projekt gehabt, da wir in einem Gebäude ohne Aufenthaltsqualität arbeiten würden, unsere Möbel wären langweilig und unpraktisch, Arbeitsutensilien und Software nur mit Fachkenntnis, viel Geduld und Vorsicht zu benutzen.

Musik, Filme, Spiele, Bücher, Zeitungen und Radio – Kulturprodukte, die wir jeden Tag konsumieren, wären entweder nicht existent oder dem Staat und gemeinnützigen Initiativen überlassen, die händeringend nach vielfältigem und abwechslungsreichem Talent suchen müssten. Denn kreative Konzepte, Entwürfe und Designs werden in der Kultur- und Kreativwirtschaft geschmiedet. Man könnte sogar noch einen Schritt weitergehen und davon ausgehen, dass unsere gesamte (Pop-)Kultur, die unsere Sprache, unser Verhalten und unser Denken beeinflusst, ihren Ursprung in der schöpferischen Tätigkeit von Kreativen, Künstler*innen und Kulturschaffenden hat. Ein Teil davon kommt wahrlich von den öffentlich geförderten und nicht-kommerziell agierenden Kulturbetrieben. Doch schaut man genauer hin, erkennt man, dass den originären, schöpferischen Akt häufig diejenigen leisten, die auf eigene Faust privatwirtschaftlich arbeiten – seien es Schriftsteller*innen, die Stoff für Verlage und Bücher liefern, Regisseur*innen, die Stücke oder Drehbücher inszenieren, Designer*innen, die Objekte und visuelle Kommunikation entwerfen, Bildende Künstler*innen, die neue Formen und Bilder kreieren.

Was hat das mit Unternehmertum zu tun? Fast 95 % aller kultur- und kreativwirtschaftlichen Unternehmungen sind Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Mitarbeiter*innen, meistens ein, zwei oder drei Personen. Dazu gehören Selbstständige und freie Mitarbeiter*innen – sogenannte Freelancer. Andere haben neben ihrer angestellten Arbeit noch eine selbstständige Tätigkeit – sogenannte Hybrid-Unternehmer*innen. Die schöpferische Leistung findet meistens dort statt und wird dann in die Großunternehmen und Institutionen gebracht, die aus ihnen Produkte und Dienstleistungen herstellen, in Masse produzieren, verteilen, archivieren und vermitteln. Es sind also die Kleinen, die Start-ups, Solo-Selbstständigen, Ein-Personen-Unternehmen, Mikro-Firmen, wie auch immer man sie nennen mag, die den Kern der Kultur- und Kreativwirtschaft bilden. Für sie sind Flexibilität, Wachsamkeit für Trends, Proaktivität, Unabhängigkeit, Innovations- und Risikofreude gefragt – Definitionsmerkmale, die in der traditionellen Wirtschaftswissenschaft dem „Entrepreneur“ zugesprochen werden.

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